Scheitern / Teil 1

Scheitern

Woran scheitern viele Selbständige? Teil 1.

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Alle Fotos © Katharina Steiner / Kath Visual

Viele Menschen wollen inzwischen ihre Berufung zum Beruf machen und ihren Traum vom eigenständigen Leben Wirklichkeit werden lassen. Doch, so einfach ist das nicht. Oder doch? Heute schauen wir uns an, was Selbständige etwa davon abhalten könnte, erfolgreich zu sein und warum so viele Menschen kapitulieren, wenn sie dabei sind, ihre Berufung zu verwirklichen. Weißt Du es? Nun, auch ich bin seit knapp vier Jahren selbständig und hab oft Momente erlebt, in denen ich kurz vorm Aufgeben stand. Entweder stimmte der Kontostand nicht, oder die Motivation hat gefehlt für Aufgaben, die gerade anstanden. Oder ich habe mich von den Meinungen und Zweifeln anderer irritieren und verunsichern lassen. Im folgenden Text geht es um genau diese Punkte, die Selbständigen wie uns immer wieder begegnen und ich möchte Dir damit zeigen, wie Du sie - falls auch Du mit Deiner Berufung selbständig bist - meistern kannst und mit Deinem Traum erfolgreich wirst.

Also, woran scheitern oder warum kapitulieren viele Selbständige? 🤷‍♀

1. An ihren eigenen Zweifeln 💭

Sicher kennst Du das aus eigener Erfahrung. Du hast eine Idee, ein großartiges Vorhaben formt sich in Deinem Geist zusammen und Du willst anfangen, es sofort umzusetzen. Doch dann - kommen plötzlich Gedanken auf, wie: „Ich schaffe das nicht.“ oder „Das ist ein viel zu großes Ziel!“ oder „Es ist utopisch.“ oder „Das will sowieso keiner.“ oder „Für sowas gibt doch keiner Geld aus!“ oder „Ich bin nicht gut genug dafür, es fehlen mir Talente oder eine Ausbildung.“ und so weiter. Sicher kommt Dir der eine oder andere Gedanke bekannt vor.

 

Was viele in solchen Momenten machen, ist, sie nehmen diese Gedanken zu ernst und lassen sich dadurch von ihrem Vorhaben, ihrer Idee, abbringen. Und das geht ganz schnell, wir hören oder spüren den Zweifel, also die Unsicherheit in uns, und legen die Idee für einen Moment zur Seite. Was dann aber passiert, ist, dass wir mit ziemlicher Sicherheit uns nicht wieder rantrauen, weil gleich dahinter die Angst lauert, es nicht zu schaffen.

 

Daher hier mein Tipp: Probiere es einmal aus, Deiner Idee und Deiner Fähigkeit, etwas umzusetzen, zu vertrauen und probiere es einfach! Fang mit einem kleinen Projekt an, mit irgendetwas, das Du normalerweise Dich nicht trauen würdest und wo Du auf Deine Zweifel hören würdest. Gehe es an, und schau, wie Du Dich fühlst, wenn Du es geschafft hast! Dann kannst Du dasselbe Prinzip auch auf ein größeres Ziel anwenden.

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2. Fehlende Ausdauer, um bis zum Schluss durchzuhalten 🏃‍♀

Ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass wir oft dazu tendieren zu schnell aufzugeben. Viel zu schnell! Wahrscheinlich ist die Ursache dafür in Bequemlichkeit und fehlender Willenskraft zu finden. Doch jetzt, wo wir das wissen, können wir handeln! Trainiere Deine Willenskraft, wo und so oft Du nur kannst. Ich finde, willensstark zu sein und einen Eigenwillen, ein Vertrauen in’s eigene Gespür zu haben, ist für einen Selbständigen das Wichtigste überhaupt. Denn mit diesem Tool, mit dieser Fähigkeit, kannst Du alles erreichen, was Du Dir vorgenommen hast. Oder um mein Vorbild, Bruno Würtenberger, zu zitieren: „Nur wer aufgibt, kann nicht gewinnen!“. Ich finde diesen Satz so passend, denn wenn Du dran bleibst, egal wieviel Einsatz, wieviel Herzblut, wieviel Schweiß, Tränen oder Herzklopfen - und manchmal auch Wut - es kostet, Du wirst am Ende froh darüber sein und stolz auf Dich, dass Du es durchgezogen hast.

 

Und vor allem wirst Du sehen, dass es nicht um das Ziel gegangen ist, das Du erreichen wolltest, sondern darum, was Du am Weg gelernt und erfahren hast. Um Deine Schatzkiste sozusagen, die Du durch’s Gehen gefunden hast. Sie ist überaus wertvoll - unsere Erfahrung. Wenn Du in Deinem Leben zurückblickst, auf die Momente, die Dich berührt haben, dann waren es alles Erfahrungen, nicht Dinge, die Du besitzt. Es geht um die Momente, in denen wir wirklich gelebt haben und somit auch beim Leben Deiner Berufung darum, Deinem Herz zu folgen. Dann, das denke ich, ist es keine Frage, ob Du Ausdauer hast, oder nicht.


3. Beeinflussbarkeit durch Meinung der anderen 🗣

Wir hören ständig, dass wir Menschen eine Gruppe wären, Herdentiere sozusagen, und ich möchte hier einmal offiziell sagen, dass das Blödsinn ist. Wir Menschen sind Individuen, jeder ist völlig einzigartig. Es besteht auch kein Zwang in einer Herde oder Gruppe zu leben. Ich denke, wenn wir als Menschen wieder soweit sind, dass wir mit uns selbst klarkommen, also uns selbst so gut behandeln, wie wir uns das wirklich wünschen, dann werden wir uns von alleine zusammenschließen. Aber dann ohne Zwang, ohne, dass jemand auf etwas oder seine Freiheit, seinen Freiraum, verzichten muss. Das aber ist eine andere - umfassende - Geschichte! 😊

 

Lasst uns jetzt also auf das oben beschriebene Muster zu sprechen kommen. Ich bemerke oft, dass Menschen dazu tendieren - aus eben der geschürten Angst, aus der Gruppe ausgestoßen zu werden - sich unterzuordnen, sich einzufügen und anzupassen. Sicher kennst Du das auch und hast diese Verhaltensweise bei Dir schon beobachtet. Es ist also etwas, womit sich alle Menschen schwer tun.

 

Grundsätzlich kenne ich keinen einzigen Menschen, der wirklich seinem eigenen, inneren Willen folgt, ohne darauf zu achten, was andere von ihm denken könnten. Er hat also Angst. Der Mensch möchte geliebt werden von anderen, scheinbar, weil er Angst hat, alleine nicht überleben zu können. Das bedeutet, dass wir uns zuerst einmal dieser Angst in uns allen bewusst werden müssen, bevor wir sie meistern können. Wir müssen bewusst in unserem Leben schauen, wo wir in uns diese Angst spüren und warum wir ihr folgen. Was würde passieren, wenn wir dies nicht tun würden?

4. Anpassung - Leben wie Angestellte 👞

Im Laufe meiner Karriere als Selbständige bin ich viel auf Workshops und Seminare gegangen. Ich kenne also viele Menschen, die auch selbständig sind. Was ich dort vielfach beobachtet habe, ist, dass Menschen gerne in Strukturen leben. Das heißt, wir wollen einen bestimmten Tagesablauf haben, wir möchten ein geregeltes Leben u.s.w. Das ist ja alles fein und ich bin auch ein großer Fan von Ordnung. Doch was ich auch beobachtet habe, ist, dass manche Menschen, vor allem ältere Generationen, die es scheinbar noch strenger indoktriniert bekommen haben, dass wir fleißig sein sollen, ihren Tagesablauf als Selbständige - die oftmals von Zuhause aus tätig sind und einen freien Zeitplan hätten - an die Strukturen anpassen, wie sie sie vorher als Angestellte hatten.

 

Das Gute für jüngere Generationen ist, dass sie oftmals noch gar nicht oder zumindest weniger lange als Angestellte gearbeitet haben, und sich somit ohnehin anders orientieren. Doch wenn wir glauben, dass wir etwas leisten müssten, anstatt einfach mit Freude uns selbst zu verwirklichen in unserem Leben, dann läuft grundsätzlich etwas schief. Das bedeutet nämlich, dass wir von außen - unbewusst - gesteuert sind und uns nicht selbst frei entfalten. Und wenn die Selbständigkeit einen Vorteil gegenüber dem Angestelltsein hat, dann: Freiheit!

 

Wir können uns alles selber aussuchen: Wann und wo wir arbeiten. Wieviel wir verdienen. Mit welchen Menschen wir zusammenarbeiten. Das sind doch tolle Dinge, oder? Warum geben Menschen diese Freiheit „freiwillig“ her? Weil auch sie Angst haben. Angst, nicht zu genügen, Angst, nicht anerkannt zu werden. Wenn wir ein völlig anderes Leben leben, als Menschen von 9 - 5 dann werden wir von unseren Mitmenschen bestimmt nicht das Verständnis für unsere Berufung bekommen, wie wir selbst es haben. Doch es geht um Dich und dass Du am Ende des Tages - und des Lebens - glücklich bist!


5. Fehlender Mut 😮

Wenn ich Selbständige - erfolgreiche & glückliche - und Angestellte vergleiche, so fällt mir sofort eines auf: Die Selbständigen haben viel mehr Elan und Motivation. Sie sind wacher, sie reden auch privat über ihre Arbeit und verstecken sie nicht. Sie haben erkannt, dass sie selbst ihre Marke sind und dass es um ihre eigene Selbstverwirklichung geht, wenn sie erfolgreich sein wollen.

 

Bei Angestellen - natürlich nicht allen, ich rede jetzt hier von der groben Masse - ist echte, herzliche Motivation häufig fehl am Platz. Sie freuen sich maximal auf die Mittagspause, das Wochenende oder die paar Wöchchen Urlaub im Jahr. Das ist traurig, meiner Meinung nach. Sollte doch unser Leben dazu dienen, uns selbst auszudrücken, auszuprobieren, unsere Träume zu verwirklichen! Oder? Wie siehst Du das? Der Mut, ein neues Projekt anzugehen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist unumgänglich und mega wichtig für jeden, der sich selbständig machen möchte.

 

Jeder, der heute angestellt ist, kann sich nebenher ein super Business aufbauen, von dem er eines Tages leben kann. Und nicht nur das, er wird so froh sein, seinem Herzen gefolgt zu sein. Sei mutig, glaube an Dich, Du kannst alles schaffen, wenn Du Dir vertraust! Wir sind nur darauf getrimmt worden, nicht unserem Weg zu folgen, denn dann würden wir uns niemals davon beeindrucken oder dazu verleiten lassen, dem Weg eines anderen zu folgen oder zu dienen. Es geht um unser Herz, unsere Träume, und diese dienen dann wirklich auch anderen.

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6. Kein Unternehmerbewusstsein vorhanden 🏆

Das ist ein wichtiger - wenn nicht sogar der wichtigste Punkt für mich. Das Unternehmerbewusstsein ist das Wichtigste, was jeder Selbständige besitzen oder sich aneignen muss. Kennst Du Familienbetriebe? Sicher. Dort ist es doch auch auffällig, dass die jeweils nachfolgende Generation wie selbstverständlich das Ruder übernimmt, sobald sich die Älteren zur Ruhe setzen, oder? Sie brauchen dafür nichts mehr erlernen, oder sich besonders bemühen, Verantwortung für die Firma zu übernehmen. Es ist wie selbstverständlich. Ich beobachte so oft ich kann solche Unternehmerfamilien. Wer weiß, vielleicht, weil auch wir eine solche sein werden. 😊

 

Jedenfalls kannst Du, auch wenn Du diese Skills nicht in die Wiege gelegt bekommen hast, als Unternehmer tätig und erfolgreich werden. Ich finde es nur ein klasse Beispiel, weil es zeigt, wie wichtig die Einstellung, das Bewusstsein ist, und dass Du es für möglich hältst, ein Unternehmer zu sein. Viele, bei denen das in der Familie liegt, kommen damit ganz leicht zurecht. Und andere, die ihr Leben lang nur das Angestelltsein vorgelebt bekommen haben, werden in dem gut zurecht kommen. Umgekehrt, eher selten. Außer - und das ist ein großes Außer - Du entscheidest Dich, aus Deinem Komfortkästchen auszubrechen und Deinen Begrenzungen adieu zu sagen! Dann bist Du bereit und dann ist es auch für Dich möglich, alles zu erreichen.


Danke für's Lesen von Teil 1 🔍

Wir können alles erreichen, wir kommen alle als Menschen, nackt und ohne alles auf die Welt. Wir alle haben die gleichen Chancen, wenn auch nicht die selben Vorraussetzungen. Doch zu Beginn starteten wir alle gleich. Und daher gibt es keine Ausreden. Mache Dich selber besser startklar, lerne von denen, die Du bewunderst, anstatt - wie es viele Angestellte machen - unzufrieden zu sein und lethargisch im Sumpf des begrenzten und anerlernten Denkens zu verharren. Steige aus, entfalte Dich, lerne Deine Möglichkeiten auszuprobieren und drücke Dich aus!

Bis bald beim Teil 2! 🌸

Kath

Katharina Steiner, BA

Kath Visual.

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