Website No-Gos

Website No-Gos

Was geht gar nicht bei einer Website? Was kann man alles falsch machen? Und wie wird aus deiner Seite eine Augeweide? Hier meine Tipps.

Website No-Gos, MacBookPro, Nogo
© Katharina Steiner / Kath Visual

Die Website - deine Visitenkarte im Internet. Darauf solltest du besonderes Augenmerk legen, denn schließlich ist es für viele deiner zukünftigen Kunden die erste Anlaufstelle, bevor sie mit dir persönlich in Kontakt kommen. Aber wie gestaltest du deine Website richtig ... oder, so richtig falsch? Meine Tipps dazu!

1. Zu viel Inhalt

Packe so viel Content wie möglich auf deine Seite.

Umso mehr, umso bessser, lautet die Devise! Am besten führst du alles an, was du über dich weißt, egal ob beruflich oder privat. Versuche möglichst alle Informationen, die für jeden Menschen dieser Welt interessant sein könnten, anzuführen. Schaffe Verwirrung, bastle Konstrukte in deinem Kopf darüber, wie du dich selbst siehst und packe dann dieses gesamte Paket auf deine Seite. Du wirst sehen, alle werden es verstehen! Das ist natürlich nun ironisch gemeint! Du siehst also, zu viel des Guten kann auch manchmal nicht ganz so gut sein.

 

Denn was auf den meisten unübersichtlichen Websites für Verwirrung sorgt, ist die Überinformation. Unsere Besucher möchten nicht überladen werden mit allem, was wir über uns zu wissen glauben und für wichtig erachten. Vielmehr möchten sie eine Information, diese aber perfekt aufbereitet und klar kommuniziert. Das heißt für dich im Klartext, dass du dir jemanden suchen sollst, der dich gut kennt oder die Gabe hat, deine Persönlichkeit schnell zu erfassen, einzuschätzen und diese dann in ein inhaltliches und visuelles Bild zu übertragen. Denn nur so kannst du garantieren, dass nicht nur deine persönliche Sichtweise auf dich und dein Unternehmen dargestellt wird, sondern eine externe, welche dich besser einschätzen kann und vor allem durch die Augen deiner Kunden sehen kann! Nutze also die Chance, eine andere Meinung auf dich entstehen zu lassen. Dies gibt deiner Website den einzigartigen Charakter, den sie dringend braucht.

2. Pixelige Bilder

Wer braucht schon Auflösung oder Qualität?

Foto ist Foto - Hauptsache, du bist auf deiner Website zu sehen, oder? Wichtig ist hierbei, wenn möglich auch eigene Fotos zu verwenden. Du weißt schon, solche, die vor 5 Jahren deine Freundin von dir gemacht hat, als ihr gerade auf Städteurlaub ward und sie ihre Digicam dabei hatte. Sonnenbrille und Hut stehen dir gut - und verpassen dem Foto auch den rechten Charme. Und dass im Hintergrund fremde Menschen zu sehen sind, dürfte ja wohl wirklich keinen stören!

 

Gut, wie du siehst, ist hier alles was ich schreibe mit Vorsicht zu genießen! 😉 Es spielt sehr wohl eine Rolle, wer dich fotografiert und ob du gerade zufällig gut ausgesehen hast und glücklich im Urlaub warst, oder ob du absichtsvoll und professionell Bilder von dir machen lässt. Ich weiß, dieser Punkt ist etwas fies geschrieben, aber ich muss hier wirklich eindrücklich werden. Zu oft sehen meine Augen Fotos auf professionellen Websites, die entweder 10 Jahre alt sind oder nicht von einem Profi gemacht wurden. Sparen an der falschen Adresse kann einem Business teuer zu stehen kommen. Und auch hier, denn stell' dir vor, ein interessierter Kunde geht auf deine Seite und wird durch die Unprofessionalität deiner Bilder abgeschreckt. Ja natürlich, unsere Kunden erwarten von uns Authentizität, aber muss diese immer mit Unprofessionalität und Launenhaftigkeit einhergehen?

 

Nein, wir können uns bewusst entscheiden, uns und unser Business von der schönsten Seite zu präsentieren und die Fotoserie bei einer professionellen Fotografin machen zu lassen! Ja, das ist möglich. 😊 Achte in Zukunft einfach darauf, wenn du auf fremde Seiten gehst. Findest du es ansprechend, wenn der Unternehmer tolle, strahlende und aktuelle Fotos von sich im Web hat? Und wie empfindest du es, wenn an dieser Stelle gespart wurde, zwar eine tolle Website entstanden ist, aber keine schönen Fotos? Ich freue mich, wenn du mir deine Erkenntnisse mitteilst.

3. Zu viel Fließtext

Schreibe, schreibe, schreibe - ohne Komma, Punkt und Absatz.

Am besten, du schreibst für dich alleine und lässt dir nicht über die Schulter schauen. Nein, im Ernst, wozu brauchst du die anderen? Korrigiere doch deine Texte einfach selbst, du hast sie ja schließlich auch geschrieben! Und was noch viel wichtiger ist: Keine Absätze machen, sondern alles in einer "Wurst" durchschreiben, dann bleibt der Leser ja möglichst lange an deinem Text hängen, oder? Rächdschreipung ist auch ein tolles Wort. Aber was soll's, unsere Fehler machen uns ja schließlich zu dem, was wir sind. Und unsere Texte und Websites sollten doch authentisch sein, oder etwas nicht?!

 

So, genug Ironie für den dritten Punkt! Gut klingende, inhaltlich strukturierte Texte mit korrekter Rechtschreibung und Grammatik sollten meiner Meinung nach das Mindeste sein. Wenn du selbst nicht die Muse hast, zu schreiben oder es dir schwer fällt, weil du vielleicht mehr der "rechnerische" Typ bist als ein Schreiberling, dann empfehle ich dir, deine Texte entweder von jemand anderem schreiben zu lassen, der dies beherrscht, oder sie generell einfach korrekturlesen zu lassen. Das ist in jedem Fall sinnvoll, selbst wenn du gut und gerne schreibst!

 

Ich selbst entdecke viele Fehler nicht, und wenn andere über meine Texte d'rüber schauen oder sich Absätze durchlesen, kommt immer wieder mal der eine oder andere Schlampigkeitsfehler zum Vorschein. Das ist kein Problem! Hauptsache du korrigierst diese bevor du den Text online stellst. Und selbst dann, besser nachkorrigieren als falsch sein lassen in der falschen Hoffnung, dass wir dadurch unseren Mitmenschen sympatisch erscheinen mögen. Wir sind schon sympatisch, und vor allem perfekt. Unsere Schönheit und Perfektion sollten wir zum Ausdruck bringen, anstatt Ausreden zu finden, warum wir noch immer nicht so sind, wie wir es sein könnten und möchten.

4. Altmodisches Design

Retro ist ja schon wieder im Trend!

Ich glaube, bei diesem Punkt hört sich die Ironie auf. Wir alle kennen Seiten, die so wirken, als wären sie entstanden, bevor wir geboren wurden. Meistens geht es hierbei um's Visuelle - die Optik deiner Seite sollte auf jeden Fall up to date sein! Sorge am besten dafür, dass sie dir und deinen Kunden gefällt, das ist schon einmal die Hälfte der Miete. Allerdings sollten wir auch immer andere Menschen, vor allem auch Fachkundige zu Rate ziehen, wenn es um solche Dinge geht. Denn es handelt sich hierbei nicht in erster Linie um eine Geschmacksfrage, sondern um - wenn auch subjektiv - messbare Parameter wie Ästhetik, Lesbarkeit und ähnliches.

 

Generell sollte das Design unserer Website zeitgemäß sein. Und es sollte unserer Zielgruppe gefallen und für sie ansprechend sein. Doch wenn du nun denkst, dass für ein Unternehmen, welches eine ältere Zielgruppe hat, altmodisches Design akzeptabel oder gut wäre, dann irrst du. Banken, Versicherungen usw. zeigen es uns vor, dass auch "trockene" Themen interessant und professionell wirken, wenn sie zeitgemäß - wenn auch seriös - präsentiert werden. Außerdem muss man bedenken, dass die Zielgruppe fortlaufend jünger wird und somit auch das Design sich mitverjüngen muss, wenn es gesehen werden will. Und Seriosität ist nicht das gleiche wie Altbackenheit. Ich liebe dieses Wort! Es trifft so genau die Beschreibung von vielen Websites, die einfach einem Relaunch bedürfen. Also, achte bei deiner Seite darauf, dass sie für das heutige Auge ansprechend ist und du wirst immer genug Views haben!

5. Kein Responsive Design

Passt sich deine Seite an mobile Endgeräte an?

Dieses Thema passt sehr gut zum 4. Punkt. Responsive (deutsch: "reagierendes") Webdesign bedeutet, dass sich das Layout deiner Seite an die diversen Endgeräte wie Handy, iPad & Co. anpasst. Du kennst bestimmt noch alte Websitevarianten, in welche man, um etwas am Handy zu sehen oder zu finden, reinzoomen musste. Das sollte nun endgültig Geschichte sein. Vor allem dann, wenn du dich entscheidest, eine moderne und neue Website machen zu lassen. Ich weiß gar nicht, ob 'unresponsive' Websites überhaupt noch zu machbar sind, aber auf jeden Fall ist ihre Zeit abgelaufen.

 

Bei manchen Website-Tools kann man nachprüfen, wieviele Views über mobile Geräte auf die Seite kommen, und wieviele Menschen tatsächlich über einen Desktopcomputer Einsicht nehmen. Das variiert natürlich auch entsprechend deiner Zielgruppe. Ein Unternehmen, das eine sehr junge Zielgruppe als Kunden hat, wird eine relativ hohe mobile Einsichtrate haben, und umgekehrt. Aber auch das ist keine Ausrede mehr, denn in Zukunft wird die Zielgruppe jünger und auch die Geräte mobiler werden! Also stimme dich schon einmal darauf ein, dass auch deine Seite die Funktion hat, 'responsive' zu sein. Alles andere gehört der Vergangenheit an. Und wenn du unsicher bei diesem Punkt bist und noch überlegst, ob die Lage wirklich so ernst ist, wie ich schreibe, dann teste es! Nimm dein iPad oder Handy und besuche eine Seite, von der du weißt, dass sie sich nicht an mobile Geräte anpasst. Und dann versuche eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse rauszufinden. Aber, bitte schnell! 😉

Viel Freude!

Kath

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Katharina Steiner, BA

Kath Visual. Visuelle Gesamtpakete aus einer Hand und einem Herz.

 

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